Depression - was ist das eigentlich?
April 30, 2008 von lichtwege
Das Gefühl, das alles zu Ende ist, daß man nie wieder lachen kann kennen viele Menschen, wenn nicht sogar alle Menschen. Bei manchen geht das Gefühl nach einer Weile wieder weg, doch bei einigen manifestiert es sich. Warum ist das so?
Wenn wir uns die Depression genau betrachten stellen wir sehr schnell fest, daß sie mehr bedeutet als Trauer oder Angst. Sie ist eine Mischung dieser beider großen Emotionen und damit eine neue Emotion geworden.
Man ist weder traurig, noch ängstlich, man ist beides und das heißt hoffnungslos.
Mann fühlt sich eingesperrt, im Käfig, gezwungen hier zu sein und zu bleiben und möchte doch irgendwo anders hin. Nun bedeuten diese Gefühle mehrerlei Erkenntnisse.
Einerseits wird es durch den empfundenen Zwang schier unmöglich gemacht, das Leben, das man hat, zu lieben - wer liebt es schon, unfreiwillig unterworfen zu sein? Hört man auf, das Leben zu lieben, so schneidet man sich massiv vom Vertrauen in Gott ab, denn das Leben lieben heißt Gott, bzw. dem Leben zu vertrauen und zu wissen, das alles gut ist, auch wenn man mal weint. Ist man auf diese Weise von Vertrauen in Gott abgeschnitten, so kann man sich selbst nicht mehr geliebt fühlen - haben wir den Eindruck, das unsere irdischen Eltern sich nicht um uns kümmern, können wir uns beim besten Willen nicht einreden, dass sie uns lieben. So ist es auch mit Gott. Wir wünschen uns so sehr geliebt zu sein, doch wenn wir es nicht glauben können, dann klingt die Liebe Gottes wie Hohn und Spott in uns. Das macht uns aggressiv und wütend, weil wir fühlen, dass wir es wert sind, geliebt zu sein. Wir halten es im Grunde unserer Herzen für ungerecht, wenn man uns nicht liebt.
Die zweite große Erkenntnis ist die Antwort auf die Frage, wo man denn hin möchte. Vor einer Depression möchte man weglaufen, man möchte einfach gehen - dahin, wo alles gut ist, dahin, wo man geliebt wird. Man möchte zurück in die Liebe, man kann es sogar innerhalb der Depression so formulieren. Doch man findet keinen Platz, an den man hin laufen könnte. Denn dieser Ort, wo alles gut ist, wo man geliebt und geborgen ist, dieser Platz, den man zu Hause nennt, ist in uns.
Es ist der heilige Raum in unseren Herzen, der Ort, an dem wir eins sind mit Gott. Wir kämpfen hier nicht um die Macht, wir sind hier frei von Schuld, wir sind hier immer geliebt, denn hier ist die Erkenntnis, wer wir wirklich sind.
Wir sind alle Kinder Gottes, wir sind seine Kinder. Wir sind nicht adoptiert, wir sind nicht abgetrieben, wir sind nicht betraft oder im Gefängnis. Wir sind seine Kinder und egal, wo uns unser Leben, unser Karma hingeführt hat, egal, welche Aufgaben wir im Leben zu bewältigen haben und gleichgültig ob wir uns innherhalb einer Inkarnation als Opfer, als Täter oder als beides erweisen, sind wir hier, im heiligen Raum eins mit Gott.
Das bedeutet, dass wir innerhalb einer Depression es schaffen können, uns selbst auf den Weg zu machen. Gut, die äußeren Umstände mögen hoffnungslos sein. Vielleicht ist man innerhalb einer Beziehung “gefangen” und weiß nicht, wie man da heraus kann, oder man hat einen ungeliebten Beruf, oder wenig Geld zu Verfügung, vielleicht hat man psychische Reaktionen auf die Umwelt oder ist physisch krank, man hat vielleicht wenig Freunde, oder ein geliebter Mensch ist gestorben oder ist gegangen. Was auch immer die Depression ausgelöst hat, kann man sich jederzeit nach Hause begeben und sich trösten lassen, sich fallen lassen in die Liebe Gottes, die höher ist, als jede Vernunft.
Dort sind wir heil, zentriert, geliebt, gebraucht, gewollt, anerkannt, erwünscht und können sein, wie wir sind - ohne Maske, ohne “den starken Mann” markieren zu müssen, ohne “die tapfere Frau” sein zu müssen.
In den heiligen Raum findet man innerhalb der Stille, mit eigenem Willen und Aufmerksamkeit.
Wer eine genauere Anleitung möchte, darf mir gerne schreiben, ich berate auch via E-Mail.
In Liebe, Eure Anke
Deine Worte sind voller Trost und Licht! Man spürt die Liebe Gottes in ihnen. Und das ist einfach wundervoll!
Zitat:
“Was auch immer die Depression ausgelöst hat, kann man sich jederzeit nach Hause begeben und sich trösten lassen, sich fallen lassen in die Liebe Gottes, die höher ist, als jede Vernunft.”
Genau das ist das, was mich am Leben hält. Zu wissen, Gott ist da und ich darf immer, egal was geschehen ist oder welchen Mist ich gemacht habe, zu ihm kommen. Er wird mich nicht hinauswerfen!
Barbara
Ja,liebe Barbara,
niemals können wir unser zu Hause verlieren.
Weil das zu Hause die Liebe Gottes ist. Wir Menschen können das manchmal vergessen, aber Gott kann seine Liebe nicht vergessen, weil er die Liebe ist.
Deine Anke