Liebe Brüder und Schwestern,
ich bin zurück aus 10 Wochen schwerer Krankheit und ich freue mich sehr noch und wieder bei Euch zu sein.
Ich muss gestehen, dass ich nicht damit gerechnet hatte, überhaupt noch wirklich krank werden zu können, ich hatte mich so viel mit Heilung beschäftigt und einen Grad an klaren Gedanken erreicht, dass ich dachte, mich könnte nichts mehr krank machen.
Mein Vertrauen in diesen Glauben ging soweit, dass ich damals erst den Notarzt rief, als ich bereits den Abholer in meinem Zimmer stehen sah und selbst da konnte ich nicht glauben, etwas ernsthaftes zu haben, selbst da dachte ich noch, mich zu täuschen.
Ich kann Euch nicht erzählen, „warum“ das alles geschehen ist, was ich in dem Artikel „Zeit des Lernens und der Prüfung“ beschrieben habe. Nicht, weil ich es nicht weiß, sondern weil das nun wirklich mal privat ist und außerdem hier zu weit führt und den Rahmen sprengt.
Aber was ich dazu sagen kann ist wie das ganze auf mich gewirkt hat und was es bei mir bewirkt hat.
Anfangs fühlte ich mich sehr bestraft. Die extremen Schmerzen, die ich wochenlang hatte, trugen zu diesem „Strafgefühl“ sehr bei.
Ich hatte Angst.
Angst, etwas falsch gemacht zu haben, Angst, etwas falsches gedacht zu haben, Angst, nicht weiter vorwärts zu kommen, Angst vor der „Strafe“. Ich hatte Angst vor Gott.
Ja, meine lieben Brüder und Schwestern, ausgerechnet ich, die ich hier seit Monaten von bedingungsloser Liebe schreibe und predige hatte Angst davor, nicht mehr geliebt zu sein von Gott, sondern bestraft und verstoßen. Ich wußte zwar nicht wofür, aber ich war überzeugt, dass ich etwas falsch gemacht haben musste.
Die Krankheit eskalierte, aus den Schmerzen wurde eine Situation, in der ich fast gestorben wäre.
Ich glaube heute, dass dieser Moment, der mein Sterbemoment war, tatsächlich ein Augenblick meines Lebens gewesen ist, in dem sich entschieden hat, wie und ob es weiter geht.
Ich hatte mich bereit gemacht, meinen physischen Körper zu verlassen, ich habe erledigt, was noch offen war und mit den Menschen gesprochen, die noch etwas von mir hören mussten.
Und dann habe ich vertraut, dass das, was jetzt geschieht, auf jeden Fall richtig ist.
Es lag nicht mehr in meiner Hand, natürlich wollte ich lieber noch hier leben, als Anke, aber ich hatte damals keinen Einfluss mehr darauf.
Und so gab ich mich ganz bewusst hin.
Nachdem ich die schwerste Zeit im Krankenhaus überstanden hatte, ging ich in eine Rehabilitation, wo ich erst einmal noch viel kränker wurde, als ich vorher war.
Und während dieser Zeit lernte ich so viel, wie vorher in vielen Monaten.
Ich hatte eine ganze Zeit lang keine Fähigkeiten mehr, weder konnte ich die geistige Welt hören, noch konnte ich sie sehen und in meinen eigenen Heilungsprozess eingreifen durfte und konnte ich auch nicht.
Ich konnte keine Danksagungen machen, wenn ich eine Meditation begann, schlief ich in wenigen Sekunden ein oder wurde gestört, oder verlor den Faden – bis ich merkte, dass ich nicht eingreifen soll, sondern mich in den Fluß dessen begeben, was jetzt ist. Ich sollte nicht gegen die Krankheit arbeiten, sondern sie mir ansehen, ich sollte nicht etwas tun, um am physichen Leben zu bleiben, sondern Gott vertrauen, dass ich in jedem Fall leben würde.
Es war schwer, das Vertrauen aufzubringen, vor allem weil die Menschen um mich herum mich sehr, sehr vorsichtig behandelten, sie zeigten mir, dass sie alle Angst hatten vor meinem Tod und alle haben damit gerechnet, dass es passiert.
Wie ihr wisst, habe ich früher sehr oft versucht, mein physisches Gewicht zu reduzieren. Die Menschen um mich – inklusive der Ärzte und Schwestern – haben vollständig aufgehört, mir irgendetwas über Ernährung zu erzählen, im Gegenteil haben sie angefangen, mir dauernd etwas zu essen zu bringen.
Ich hatte den Eindruck von zig „letzten Mahlzeiten“ und ich sagte ihnen oft, dass ich so viel Zeug gar nicht essen kann und vor allem habe ich mich innerhalb meiner spirituellen Entwicklung schon vor langer Zeit von Zucker, Weißmehl und Schweinefleisch wegentwickelt.
Aber daran, dass sie mir dauernd etwas brachten merkte ich sehr stark, dass sie alle dachten, ich befände mich in meinen letzten Momenten und jetzt sei es auch egal was ich äße oder nicht.
Sie haben es liebevoll gemeint, ich habe die Geste durchaus verstanden, keiner von ihnen wusste, was er mir sonst hätte geben können.
Jedenfalls waren es diese Dinge, dir mir dauernd zeigten, wie ernst die Lage war.
Dennoch konnte ich nicht an mein Sterben glauben. Ich habe sicherlich auch gespürt, dass ich kaum Luft bekam, sehr schwach war und Schmerzen hatte. Dennoch kam ich nicht an den Punkt, an dem ich diesen Körper hätte verlassen wollen und können.
Und eines Tages merkte ich, wie gerne ich in diesem Körper lebe, wie gerne ich „Anke“ bin. Und ich merkte, dass ich nur Anke sein kann, wenn ich in diesem Körper bleibe und zum ersten Mal empfand ich meinen Körper nicht als zu dick, sondern als meinen geliebten Körper, der mich physisch zu dem macht, was ich hier auf der Erde bin und ich dankte zum ersten Mal aus tiefstem Herzen dafür, dass ich „ich“ sein konnte bis jetzt und ich bat darum, es noch eine Weile bleiben zu können – in diesem Körper.
Das setzte eine Energie frei, mit der ich nicht gerechnet hatte. Erstens fing ich an, zu heilen und zweitens schmiss mein Körper innerhalb von 3 Wochen 11 Kilo Gewicht ab, und das ganz ohne jegliche Diät und vor allem ohne großartige Bewegung, ich konnte nur wenige Meter am Stück laufen und durfte nicht lange auf sein.
Etwas anderes, was geschehen ist, ist ebenso bemerkenswert.
Ich telefonierte an einem Tag mit meinem Mann, wir sprachen über mein Gefühl, für etwas bestraft worden zu sein. Und er sagte: „Nun hat Dir eben die geistige Welt mal eins reingewürgt, aber irgendwann wird das doch wieder gut.“
Und mich störte seine Formulierung gewaltig.
Ich antwortete ohne zu zögern, dass mit dieser Krankheit die geistige Welt nur insofern etwas zu tun hat, als sie mich die ganze Zeit da durch getragen hat, dass sie mich am Leben erhalten hat, obwohl das fast nicht möglich gewesen ist. Dass sie mich jeden Tag neu aufstehen lassen und sogar Fortschritte machen lassen. Ich sagte ihm, dass die geistige Welt niemals so handeln würde, sie würde niemals jemanden bestrafen und schon gar nicht mit der Bedrohung des physischen Todes.
Das würde Gott und die geistige Welt einfach nie tun. Ja, Menschen sterben irgendwann einmal – weil eines Tages der Augenblick kommt, an dem sie ihre Aufgabe hier beendet haben, an dem sie ihre Lektionen gelernt haben und sich bereit machen können und wollen für eine neue Inkarnation, für neue Entscheidungen, neue Aufgaben und neue Lektionen.
Aber der physische Tod ist keine Strafe.
Und eine schwere Krankheit auch nicht.
Als ich das verstanden hatte und es meinem Mann erklärt, fühlte ich mich um ettliches besser. Ich war so glücklich darüber, hier auf der Erde zu sein, zu leben! Ich war zutiefst dankbar für mein Leben und auch das trug erheblich zu meiner Heilung bei.
Ich lernte, die Geschehnisse zu akzeptieren und anzunehmen wie sie sind und nicht hineinzuinterpretieren. Vor allem hörte ich auf, in Gott Dinge hineinzuinterpretieren.
Ich habe ein neues Leben geschenkt bekommen, tatsächlich habe ich keine Aufgaben mehr aus meinem alten Leben. Ich habe das Gefühl, dass mein altes Leben vollständig beendet ist und ich habe eine neue Inkarnation bekommen, im selben Körper.
Ich bin im Januar gestorben und ich bin wieder auferstanden.
Und somit erfüllt sich eine Prophezeihung aus der Offenbarung: „Denn siehe, ich werde jede Träne von ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“
Ja, diese Sätze stehen in anderem Zusammenhang. Aber ich glaube, dass jede Prophezeihung sich individuell an den Menschen erfüllt und nicht an einem Tag X für alle gleichzeitig. Ich glaube, dass jeder nach seinem Bewusstseinsstand die geistige Welt erfährt und nicht an einem Tag, an dem Gott morgens denkt: „Ok, heute erfülle ich mal alle Prophezeihungen“.
Für mich jedenfalls hat sich die obige erfüllt. Mein früheres Leben ist beendet und ich bin immer noch Anke, aber nicht mehr so wie früher.
Mein Körper regenriert sich jeden Tag mehr.
Ich kann inzwischen wieder Beratungen ausführen, ich habe wieder Kontakt zur geistigen Welt und das klarer als früher.
Ich freue mich, einfach hier zu sein, zu leben und bei Euch und unter Euch zu sein.
In Liebe, Eure Anke
Liebe Anke,
Wie schön, wieder mal von dir zu lesen (und nicht nur zu hören).
Schreibe weiter, mach weiter und lass dich nicht beirren!
Es wäre schön, wenn auf diesem Blog wieder viele neue konstruktive Diskussionsbeiträge zu lesen sind.
Liebe Anke,
schön, das es dir wieder besser geht. Bin heute zufällig hier gelandet auf der Suche nach Informationen über Aura- Farben und Chakren.Hab nämlich auch aus heitrem Himmel Schmerzen bekommen und versuche jetzt, Energieblockaden geistig und mit Akupunktur aufzulösen.
Deine Ehrlichkeit hat mich so begeistert, die Aussage deines Mannes hätte die von meinem sein können….
Aber es ist wohl so, das wir ständig dazulernen müssen, einen Stillstand gibts für uns nicht und daher wohl auch immer neue Lektionen. liebe Grüße Birgit
Liebe Birgit,
vielen Dank für Deinen Kommentar!
Wenn Du beginnst Dich selbst zu heilen, so ist es wichtig, zuerst herauszufinden, was der Schmerz Dir sagen will.
Du kannst zum Beispiel in den Schmerz hineinantmen und wenn Du meinst, angekommen zu sein, sprich ihn an und frage ihn, was er Dir sagen oder zeigen möchte.
Dann warte ab.
Du kannst Dir auch die Frage stellen: „Wenn meine Schmerzen ein Tier wären, welches Tier wäre es dann?“
Und dann sieh Dir die Bilder an, die kommen.
Dann kannst Du mit dem Tier sprechen, es fragen, was es hat und wie Du ihm helfen kannst.
Wenn Du Deine Aura reinigen möchtest, kannst Du die violette Flamme aufrufen – falls Du das tust, bitte Lord Saint Germain hinzu.
Meiner Empfehlung nach würde ich sagen, dass Du nicht direkt bittest, sondern die Christus-Energie bittest, ihn zur Reinigung dazuzuholen.
Falls Du bereits mit Saint Germain arbeitest, dann vergiss, was ich gesagt habe und mach weiter, wie Du es kannst und gewohnt bist. Ich gebe nur Menschen, die noch nie mit aufgestiegenen Meistern gearbeitet haben den Rat, sie erst mal nicht direkt anzusprechen, sondern über eine Energie, weil die menschliche Schwingung doch ganz anders ist, als die eines aufgestiegenen Meisters.
Ich hoffe, ich bin Dir nicht zu Nahe getreten und konnte Dir vielleicht etwas helfen.
Sei liebevoll umarmt, Anke